Archiv der Kategorie: Geschichte der Diakonie

35 Jahre Diakoniestation Ehringshausen

Mit der Kommunalgemeinde Ehringshausen und den beteiligten Kirchengemeinden wurde am 31. Oktober 1979 eine öffentlich rechtliche Vereinbarung, in der die Übernahme der kommunalen Gemeindeschwester in Ehringshausen und auch die Finanzierung geregelt wurden, getroffen.

Am 1. Januar 1980 begann die Arbeit der Diakoniestation Ehringshausen.
Als am 01.08.1997 das Obergeschoss des alten Pfarrhauses in Dillheim frei wurde, zog die Station in funktionstüchtigere und besser auszustattende Räume ein, zudem in „Tuchfühlung“ zum Pfarrbüro der Evangelischen Kirchengemeinde. Bis heute besteht hier ein gutes partnerschaftliches und mitmenschliches Verhältnis.
Infolge der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung und sicher auch bedingt durch die gute Arbeit der Mitarbeiterinnen, stieg die Nachfrage nach Leistungen der Kranken- und Altenpflege sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung, die 1995 in den Leistungskatalog aufgenommen wurde, ständig. Es galt nun Mitarbeiterinnen zu finden und zu integrieren.

Ein starker Arbeitsanstieg konnte für die Station in den folgenden Jahren verzeichnet werden.
Die Deckung für die laufenden Geschäftskosten verringert sich allerdings zunehmend, so dass die Haushaltslage immer angespannter wird. In absehbarer Zeit könnte es erneut dazu kommen, dass die Diakoniestation wieder auf die Finanzierungszusagen, sowohl von der Zivilgemeinde als auch den Kirchengemeinden, zurückgreifen muss.
In den vergangenen Jahren konnte erfreulicherweise darauf verzichtet werden.

Qualitätssicherung ist eine neue Herausforderung die an die Pflegeeinrichtungen gestellt wird. Durch gezielte Maßnahmen soll eine Standardisierung der Pflegequalität erzielt werden. Die Pflegeeinrichtungen, die nach den gesetzlichen Vorschriften nachweisbar arbeiten, werden mit einem entsprechenden Qualitätszertifikat, wie z.B. dem Diakoniesiegel ausgezeichnet.
Auch unsere Diakoniestation bereitet sich derzeit auf die Erlangung eines gesetzlich anerkannten Qualitätssiegels vor.
Im Rahmen dieser Vorbereitung werden alle Pflegetätigkeiten der Mitarbeiterinnen nach vorgegebenen Pflegeplänen festgehalten und dokumentiert. Hierdurch sind die Pflegeanwendungen nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Kranken- und Pflegekassen jederzeit nachvollziehbar.
Ebenso wurde die Ausrüstung der Pflegekräfte standardisiert. Regelmäßige Entsendungen der Mitarbeiterinnen zu fachbezogenen Fort- und Weiterbildungen werden verstärkt durchgeführt, sowie weitere Maßnahmen nach den vorgegebenen Richtlinien.

Voller Zuversicht schauen wir in die Zukunft und werden versuchen, wie in den vergangenen 35 Jahren, die uns anvertrauten Pflegebedürftigen weiterhin zur vollsten Zufriedenheit zu versorgen.